Hoch hinaus und sehr geerdet

Stabhochspringerin Anjuli Knäsche über ihr Leben zwischen Leistungssport und Fernstudium – und ihr Praktikum bei N&M

Sie gilt als eines der größten Talente im Stabhochsprung hierzulande: Anjuli Knäsche wuchs in Kiel auf, dann zog es sie für drei Jahre nach Sylt, wo ihre Mutter lebt und sie ihr Abitur machte. Ihr sportliches Fortkommen auf der Nordseeinsel voranzubringen, war für die heute 21-Jährige sehr aufwändig. Eine Stabhochsprunganlage gibt es nicht; den wöchentlichen Plan, den ihr die Trainerin aufschrieb, arbeitete sie zumeist alleine ab. Sprints, Weitsprung, Turnen und die Treppenläufe am Strand. Einmal pro Woche, freitags, fuhr sie zum Techniktraining nach Hamburg.

Um neben der sportlichen auch die berufliche Karriere auf ein gutes Fundament zu stellen, begann sie zunächst ein Studium der Ökotrophologie und kehrte hierfür zurück nach Kiel. Mittlerweile hat sie das Fach gewechselt - und auch die Hochschule: sie studiert BWL an der Fernuni Hagen. "Ich kann jetzt viel flexibler arbeiten und muss mich nicht für den Sport extra beurlauben lassen, um alles unter einen Hut zu bekommen", sagt sie.

Das für ihr Studium notwendige Praktikum absolvierte Anjuli Knäsche in der Hamburger N&M-Niederlassung. Vier Wochen war sie im Bereich Controlling tätig, analysierte die Finanzübersicht für die kaufmännische Geschäftsleitung des Unternehmens. Der Laufbahnberater an ihrem Olympiastützpunkt gab ihr den Tipp, sich über die Sporthilfe und die Initiative "Sprungbrett Zukunft - Sport und Karriere" um das Praktikum zu bewerben. Die Athletin kontaktierte zunächst die N&M-Niederlassung in München. "Was mich gleich zu Beginn begeisterte, war die überaus freundliche und sehr persönliche Art der Mitarbeiter während der Gespräche. Es war überhaupt nicht kompliziert, alles Notwendige für die Praktikumszeit abzuklären", blickt sie zurück.

Natürlich bot es sich an, die Hamburger Dependance für ihr Praktikum auszuwählen. Allein schon wegen der Nähe zu ihren Trainingsplätzen. "Eigentlich sind Sport und Studium für sich genommen jeweils Vollzeitjobs", so Anjuli Knäsche, "es braucht ein sehr gutes Zeitmanagement, um alles zu packen." Und einen guten Blick für das Machbare. "Ich ziele im Studium nicht auf einen Abschluss von 1,0, wenn ich auch sportlich weiter vorankommen möchte. Das muss ich realistisch sehen." Sagt sie und startet ihr Auto, auf dem Dach sind die Stabhochsprungstäbe montiert; sie sind nicht zu übersehen. Es ist Freitag.

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