Qualitätssicherung von N&M auf Tour

München

Zu Beginn jeden Jahres tourt ein Qualitätssicherungsteam zu den N&M Lagern, um vor Ort alle elektrischen Geräte und Materialien einem eingehenden Check zu unterziehen. Das dient nicht nur der Sicherheit bei Produktionen, sondern bringt auch den Kunden eindeutige Vorteile.

Vier Wochen investierte das Unternehmen N&M in diesem Jahr erneut in die routinemäßige Prüfung und Instandsetzung des technischen Materials. Für die intern als „VDE-Tour“ bezeichnete Qualitäts-sicherungsmaßnahme machten sich Ende Januar 20 Techniker auf den Weg in jene sechs N&M-Niederlassungen, die über die größten Materiallager des Unternehmens verfügen. Dazu gehört seit zwei Jahren auch ein Werkstattteam, das direkt vor Ort Reparaturen vornimmt, damit diese Arbeiten nicht erst in der Zentralwerkstatt der Münchner Niederlassung erledigt werden müssen, was Zeitaufwand und Ausfallzeiten verursachen würde.  

Während dieser Tour werden alle „elektrotechnischen Geräte, Komponenten und Systeme auf ihre Sicherheit geprüft“ – das sehen die gesetzlichen Vorschriften vor, deren Einhaltung der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik überwacht. Allerdings sind die internen Prüfroutinen von N&M sogar noch strenger, als es die Norm „DIN VDE 0701-0702“ für die Instandsetzung, Änderung, Prüfung und Wiederholungsprüfung vorsehen. „Wir halten es im Rahmen unserer Qualitätssicherungsmaßnahmen für notwendig, die Anforderungen noch strikter zu halten, als es die Vorgaben definieren“, erläutert Projektleiter Stephan Wimmer. Und dies auch nicht erst seit gestern: bereits zum 13. Mal ist das interne Team nunmehr on the road gewesen, durchschnittlich fünf Tage verbringt es jeweils in den N&M-Lagern in Berlin, Dresden, Hamburg, München, Ratingen und Stuttgart. Dabei entgeht den internen Prüfern kein Gerät und kein Zubehör. Das Material, das während der Tour gerade im Einsatz ist, wird zu einem späteren Zeitpunkt gesondert begutachtet.  

Der Check erfolgt in zwei Phasen. Während der Sichtprüfung werden beispielsweise Kabel auf offensichtliche Schäden am Mantel untersucht. Gibt es Anlass zu Beanstandungen, macht sich das Werkstatteam an die Arbeit und, wenn das möglich ist, verkürzt diese und macht sie so weiter nutzbar. Das ist vor allen Dingen auch umweltschonend. Anschließend geht es an die elektrische Prüfung, die in diesem Jahr eine Innovation erfahren hat: Erstmalig ist das Prüfsystem „PMKD 3250“ zum Einsatz gekommen. Dieses Gerät ist in enger, zweijähriger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen PCE MERZ entwickelt worden. So waren gleich sechs dieser Systeme bei der 2012er Tour im Einsatz. „Die Geräte ermöglichen uns einen beschleunigten Ablauf, so dass wir letztlich weniger Prüfplätze und Personal benötigen als zuvor“, so Ralph Müller, N&M München, der gemeinsam mit Stephan Wimmer die VDE-Tour verantwortet. Ein weiterer, wichtiger Vorteil ist: Bisher war die Dokumentation des geprüften Materials überaus aufwändig, da hierfür gleich mit mehreren Programmen gearbeitet werden musste. Diese Daten dann wieder zusammenzuführen, bedeutete einen erheblichen Mehraufwand. Nun erstellt das System automatisch eine komplette Dokumentation der erzielten Werte, die auch anschließend jederzeit abrufbar ist.  

Das PCE MERZ-Gerät sorgt zudem für einen vorgegebenen Prüfablauf, der dem Techniker alle Schritte vorgibt. Und: Geräte mit Multipin-Steckern zum Beispiel müssen nun nicht mehr wie bisher mehrmals an- und abgesteckt werden, sondern nur jeweils ein einziges Mal; das macht ebenfalls eine schnellere Prüfung möglich. Bei dem engen Zeitrahmen, den sich das Team selbst gesteckt hat, ergibt sich so ein weiterer signifikanter Vorteil. Der Einsatz des neuen Systems bringt auch den N&M-Kunden echte Vorteile: Da bei Bauabnahmen in Zukunft ein detailliertes Prüfprotokoll zu jedem einzelnen Gerät vorgelegt werden kann, gehen auch diese ohne weitere Verzögerungen über die Bühne. „Das macht sich natürlich auch in den einzuplanenden Bauzeiten für Veranstaltungen und entsprechend bei den Produktionskosten bemerkbar“, resümiert Müller.